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Presse
04.12.2016
Der Nahost – Konflikt - Hoffnung auf Frieden?
Podiumsdiskussion des Kreisverbandes Gütersloh

Auf zahlreiches Interesse stieß die Podiumsdiskussion der Jungen Union Kreisverband Gütersloh im Standesamtssaal „Gute Stube“ in Rheda-Wiedenbrück am vergangenen Samstag. Nicht nur unter dem Aspekt der „Fluchtursachen“, sondern auch im Zeichen der Aufklärung über den Ur-Konflikt schlechthin im Nahen Osten stand die von Mehmet Mayadali, Vorstandsmitglied der Jungen Union (JU) im Kreis, organisierte Veranstaltung, an der mit Christophe Darley aus Höxter und Johannes Kramer aus Bielefeld zwei hochkarätige Gäste teilnahmen.

Ist die „Zwei-Staaten Lösung“, bei denen auch den Palästinensern ein bereits vor langer Zeit versprochener eigener Staat entstehen soll, weiterhin eine realistische Lösung oder derzeit vielmehr ein Mantra, wie es Christophe Darley, ehemals Leiter der Internationalen Kommission der JU NRW, bezeichnete? Es fehlen konkrete Schritte und Vorschläge für diese Lösung, kritisierte Darley. Kritischen Fragen aus dem vorwiegend jungen Publikum begegnete auch Johannes Kramer, seines Zeichens Vorstandsmitglied nud Mitbegründer der Bielefelder Nahost-Initiative e.V.. Etwa inwieweit die deutsche Vergangenheit es verbiete Israel im Punkt der Einhaltung von Menschenrechten kritisch zu begegnen. Hierzu konnte Herr Kramer seine vielfältigen persönlichen Eindrücke und Erfahrungen aus Besuchen und Gesprächen mit Israelis und Palästinensern einbringen. Mit der Rolle und der Ausrichtung der EU befasste sich sodann Darley auf die Frage der Einflussmöglichkeiten Deutschlands auf die Ausweitung der israelischen Siedlungspolitik. „Eine bedingungslose Unterstützung Israels müsse einem verantwortungsvollem Umgang“ weichen, so Darley, der zugleich betonte, dass man Freunde warnen müsse, wenn diese auf eine Sackgassen zusteuern. Hierbei berichtete auch er von seinen Erfahrungen bei einer politischen Reise nach Israel und in das West-Jordanland.
Die Befassung mit dem brisanten Thema durch die Junge Union wurde durchweg positiv begrüßt und es konnten mutige Ansichten vernommen werden, die nicht unbedingt in der CDU Jugendorganisation zu erwarten gewesen wären. Darley sieht einen notwendigen Schritt darin, für die junge Generation in Israel und in den palästinensischen Gebieten gleiche Chancen und Perspektiven zu entwickeln. Kramer schloss mit seiner Anregung, auch als Junge Union eine Deutsch-Palästinensische Jugendpartnerschaft anzustreben.